Der Sommer 2026 bringt einen bemerkenswerten Wandel im Reiseverhalten mit sich: „Dusking“ ist der Trend, bei dem Reisende ihre Aktivitäten bewusst in die Abendstunden verlegen, um der drückenden Hitze zu entgehen. Besonders in Spanien, einem der beliebtesten Reiseziele vieler Europäer, gewinnt dieser Trend stark an Bedeutung.
„Dusking“ bedeutet wörtlich, die Dämmerung zu suchen. Statt morgens früh aufzustehen, planen immer mehr Touristen ihre Ausflüge ab 17 Uhr oder später. GetYourGuide verzeichnet einen Anstieg der Abendbuchungen um fast 40 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Der Grund liegt auf der Hand: Die Sommerhitze an der spanischen Küste und in Städten wie Sevilla, Córdoba und Madrid wird tagsüber oft unerträglich. Wer seine Aktivitäten auf den späten Nachmittag oder Abend verschiebt, genießt nicht nur angenehme Temperaturen, sondern auch eine besondere Atmosphäre – das goldene Licht der „hora dorada“ verleiht Sehenswürdigkeiten und Straßen eine magische Stimmung.
Spanien lebt traditionell am Abend. Die berühmte Siesta dient dazu, die heißesten Stunden zu überbrücken, und erst nach Sonnenuntergang erwacht das gesellschaftliche Leben richtig. Restaurants öffnen spät, Terrassen füllen sich, und das Leben auf den Plazas beginnt erst, wenn viele Nordeuropäer schon zu Hause sind. Zudem erlaubt „Dusking“ Reisenden, den Menschenmassen zu entkommen, die tagsüber an beliebten Sehenswürdigkeiten wie der Alhambra oder der Sagrada Família oft überhandnehmen.
Dieser Trend spiegelt nicht nur eine praktische Anpassung an das Klima wider, sondern auch eine kulturelle Erfahrung, die Spanien besonders authentisch macht. Wer also 2026 unterwegs ist, sollte die Vorteile der Abendstunden nutzen, um das Land auf eine stimmungsvolle und entspannte Weise zu entdecken.
Quelle: Agenturen





